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ich

Samstag, 1. März 2008

Krieg der Farben

Dass ich im Ungang mit Wandfarben nicht sehr erprobt bin, durfte ich heute wieder einmal unter Beweis stellen. Nach 15 Minuten Arbeit sah ich aus, als ob ich die Granatenspritzausmaltechnik angewandt hätte:
Haare: Weiß eingefärbt.
Kleidung: Vorne komplett weiß.
Wand: Auch weiß.
Eigentlich war alles weiß.
Und ja, es hinterlässt Spuren, wenn man sich an eine frisch gestrichene Wand lehnt!

Den Kampf mit dem grellen Orange meiner Vorgängerin scheine ich noch nicht ganz gewonnen zu haben. Mittlerweile bin ich bei Schicht zwei angelangt. Morgen früh, wenn alles komplett abgetrocknet ist, wird sich zeigen, ob ich noch mal die Rolle schwingen darf. Bevor ich die Wohnung verließ, war die Wand jedenfalls zart Rosa, na wenigstens etwas.
Und an meine liebe Vormieterin: Wenn du die Wände schon mit knalligen Farben verschandeln musst, kleb doch nächstes mal die Steckdosen und Lichtschalter ab, auch die Sesselleisten freuen sich, wenn sie nicht mit Pink (kam unter dem Orange zum vorschein) oder Orange besudelt werden. Ich habe heute nämlich eine Stunde lang erst sämtliche Panele von der Wand gestemmt und anschließend von fetten Farbschichten befreien müssen, die Farbe war per Kapilarwirkung sogar bis in die hintersten Ecken der Steckdosen gedrungen. Wirklich unprofessionel, sogar ich klebe alles ab, bevor ich die Granate im Farbkübel detonieren lasse.

Morgen wird noch die Küche und die Ankleide geweißelt und dann kann ich endlich wohnen! Obwohl... mir fällt gerade ein, dass Möbel auch noch eine echt tolle Sache wären!

Sonntag, 24. Februar 2008

Kartonagentürme

Seit gestern bin ich nun Besitzerin einer "Startbox Tillaga" und "60 x Startbox Plus". Hinzu kommen noch eine Reibe, ein Schneebesen, eine Pfeffermühle, 3 Gewürzbehälter, ein Besteckkorb, 8 Kleiderbügel, eine Geschirrschrubbürste und ein Siemens Staubsauger.
Mein Überleben ist fürs erste garantiert!
Die nächsten sieben Tage werde ich nun also zwischen Umzugskartons und Ikeakartons verbringen.

Und irgendwann wird auch der ganze andere Krempel kommen, den ich über das Internet bestellt habe und dann werde ich Tage, Wochen, wenn nicht sogar Jahre mit Möbel aufbauen verbringen. Huch, ich bekomme schon wieder eine Gänsehaut. Es geht alles so wahnsinnig schnell.

Samstag, 23. Februar 2008

Gelb(-blau)fieber

Wieder einmal kann ich nicht schlafen, weil ich so hohes Fieber habe. Mittlerweile sehe ich nur noch blau und gelb, stammle in Fieberträumen divuse Begriffe wie "Karlstadt", "Billy" und "Molger". Ob ich jemals wieder geheilt werde?

Es ging alles ganz schnell, eben typisch für mich.
Letzten Dienstag betrat ich Sie: DIE Wohnung: gemütlich, bezahlbar, gut eingeteilt, Badewanne, mitten im Zentrum der Stadt und vor allem: unheimlich gemütlich. Der Mietvertrag wird am Montag unterzeichnet. Ab ersten März ist es endlich geschafft: Die eigene Wohnung, auf die ich nun schon so lange so sehnsüchtig warte.
Das das wirklich alles passiert, dass das real ist, werde ich wohl erst in dem Moment begreifen können, wenn ich die Türe hinter mir schließe und alleine mit ihr bin: Meiner ersten eigenen Wohnung. YEA

Samstag, 2. Februar 2008

Alt und alleine

Letzte Woche wurde eine Arbeitskolegin pensioniert. An und für sich ja einer jener Anlässe bei denen dann mehr gefeier als gearbeitet wird. Es waren sehr ergreifende Momente, als sie ihr Pensionsgeschenk auspackte und dann die Dämme brachen und sie sich bis zu ihrem Abgang (eine Stunde später) nicht mehr schließen ließen. Ja, sie hörte einfach nicht mehr auf zu weinen, aber nicht vor Glück, sondern weil in diesem Moment der Tag X eingetreten war.
Der letzte Abschnitt ihres Lebens war angebrochen und es gab niemanden, mit dem sie diese Zeit nun teilen konnte. Keinen Partner, keine Familie. Nur halbseitig gelähmte Freunde.
Als ich über diesen, ihren, Zustand nachdachte wurde mir ganz anders und in meinem Nacken standen die Haar zu Berge: Mir könnte rein theoretisch das selbe passieren. Die Unfähigkeit eine Familie zu gründen, sei es in diesem, meinem, Fall die Unfruchtbarkeit, äh nein, die Unfähigkeit Kinder zu zeugen bringt es eher auf den Punkt, könnte eines Tages dafür verantwortlich sein, dass ich einsam und alleine sterbe und erst Wochen, wenn nicht Monate nach meinem Tod in meiner verwarlosten Wohnung aufgefunden werde. Wahrscheinlich, weil die Nachbarn sich über den Gestank wundern oder weil der Briefkasten überquillt. Wer weiß...
Und doch sind diese Gedanken vollkommen überflüssig, weil es da jemanden gibt, der mich sehr liebt und den ich sehr liebe und ich nun auf einmal fähig bin es einfach zuzulassen. Die Gefahr, dass ich also alleine sterbe ist also viel geringer als noch vor einem halben Jahr, egal was kommt.
Trotzdem: Ihr Anblick wirkte auf mich völlig verstörend. Ein Mensch lebt für seine Arbeit, ist Abenteuer- und Reiselustig und ist aber völlig auf sich alleine gestellt. Hat keinen Rückhalt, keine Familie. Keinen Menschen, der einfach nur mal da ist, weil er gebraucht wird. Es war ein Gräuel. Niemals mehr möchte ich so leben müssen, vor allem in diesem Alter. Wenn schon keine Famile, dann doch eine Partnerschaft, die es in sich hat.
Seltsam, wie schnell man sich an so manche Sachen gewöhnt und nie mehr missen möchte.

Freitag, 1. Februar 2008

Meine letzen Worte an die Nation

Oh ich liege im Sterben. Ich spüre wie sich mein Körper auf das nahende Ende einstellt und der nicht mehr auzuhaltende Verfall sich Stunde für Stunde nähert. *röchel*
Warum gibt es denn keinen Arzt auf dieser Welt, der mein grausames Leiden mildern könnte. OH OH OH *rotz*
Ich bin doch noch viel zu jung um zu sterben, warum immer ich... warum warum warum.... nur ich... *snief*

Jaja, die Grippe hat mich mal wieder erwischt und nun bin ich schon drei Tage im Krankenstand und langweile mich in meinem Bett zu tode. Ich hasse es krank zu sein. Erinnert mich irgendwie an die altzen Zeiten, als ich Joblos daheim durch das Haus schlurfte und mich selbst bemitleidete.
Die verordneten Medikamente bringen rein gar nichts. Der Nasenspray ist wohl eher ein Pfefferspray, denn meine Nase scheint sich in einem roten Feuerall aufzulösen. Und überhaupt und sowieso: Das ist eine psychisch bedingte Grippe. Mein Fieber und meine Kotzkrämpfe sind Ausdruck meiner Geheimniskrämerei. HA! So ein Blödsinn.
Ich fang jetzt an stricken, diese Langeweile ist ja nicht auszuhalten. Ne Mütze oder so, wird eh bald Frühling. Oder Wollunterwäsche, die kratzt dann so schön... egal.

So, nun bette ich mich in meinem Sterbebett wieder zurecht, nicht dass mich die Krankenkassenpatrolie noch vor dem Computer erwischt. *rotz* *hust* *snief* *spuder*

Sonntag, 20. Januar 2008

...

Bevor ich mich zu Bett gehe...

WAHNSINN.

Vorarlberg ist seit diesem Wochenende anders.

Ach ja: Man ahnt es schon, auch dieser Blog werwaist langsam aber sicher, schuld ist ein kleines schwarzes Buch.

Wie fühlt sich eigentlich eine Bronchitis an?

Donnerstag, 17. Januar 2008

Morgen

Das mit der Wohnungssuche nimmt langsam aber sicher Ausmaße an, die ich so nicht einkalkuliert habe. Es dauert einfach ewig etwas passendes zu finden.
Dabei habe ich ja eine an der Angel, aber das Haus liegt direkt an der Stadtstraße. Die Wohnung hat keinen Balkon weder verfügt sie über eine Badewanne. Und Waschmaschine müsste ich auch eine kaufen.
So gesehen spricht mehr dagegen als dafür und ich werde wohl oder übel weiter suchen. Besser ich spiele Lotto, dann kann ich mir gleich an ganzes Wohnhaus kaufen. höhö
Und so stelle ich mich darauf ein, dass es sicher noch zwei Monate dauert, bis ich etwas passendes gefunden habe. Oh Gott, der Gedanke allein schon... furchtbar. Zwei Monate...
Ich brauche Ruhe und in erster Linie Abstand ABSTAND.

Morgen kommt sie nach Vorarlberg und ich bin aufgeregt. N. verleiht ihre Wohnung gegen Essen, das ist doch mal ein Wort. Mal schaun wie es wird. Eigentlich will ich nur Ruhe und mit ihr alleine sein, aber ich glaub das wird nicht so einfach. Mal schaun... mal schaun... wird schon werden.
*Augen zu fall und schlaf*

Sonntag, 13. Januar 2008

Ich Brummbär

Am Donnerstag Abend geschah das wohl unvermeindliche: Innerhalb weniger Minuten wurde meine Stimme immer tiefer und tiefer mit dem Ergebnis, dass ich mich nun wie Barry White nach ner durchzechten Nacht anhöre. Selber schuld, wer macht auch mit Halsschmerzen einen drauf und raucht und gröhlt noch dazu herum.
Besserung ist wohl noch keine in Sicht, denn meine Stimme ist nochmals tiefer geworden und ich glaube, dass das auf eine Kehlkopfentzündung schließen lässt und dabei hab ich seit Freitag ganz brav nicht mehr geraucht, Tee mit Honig getrunken und brav die Klappe gehalten.

Also: Wer wissen will ich ich mich nach dem Stimmbruch angehört hätte, soll mich bitte telefonisch kontaktieren... *brummt vor sich hin*

Frustationserkenntnis

Ein dumpfes Gefühl der Angst begleitet mich heute seit dem Aufwachen. Diese Übelkeit, die irgendwo aus der untersten Magengrube hochkriecht, das ungute Schlagen des Herzens... mir ist angst und bange wegen so vielen elementaren Dingen.
"Machen wir uns keine Gedanken, lassen wir die Zeit für uns Arbeiten", sagte ich zu anfangs noch, aber jetzt mache ich mir Gedanken und es sieht nicht rosig für mich aus. Oder etwa doch? Male ich wie immer den Teufel an die Wand? Vermutlich schon.

Das was ich alles will, scheint im Moment unerreichbar. Das was ich habe ist schon mehr als ich mir je erträumt habe. Ach was schreib ich da für einen Mist. Gründsätzlich lebe ich nach der Devise "Alles regelt sich von selbst" und so wird es auch jetzt wieder sein, so wie es immer ist und es wird sich auch wie immer alles zum Guten wenden, so wie immer.
Ist das vielleicht wieder so eine Frustrationsgeschichte? Man will haben, kann nicht also Frust? Ach ja, was wäre das Leben ohne Dharma. Dann lass ich mal eben wieder alle Zügel los und schau was passiert. Befreien wir uns von dem zwanghaften Gedanken alles kontrollieren zu müssen (exklusive Schließmuskeln).

Donnerstag, 3. Januar 2008

Ein neues Jahr

Witz des Tages, oder nennen wir es doch lieber Realsatire:

Was schenken sich zwei verliebte Blogger zu Weihnachten?

Richtig, ein Moleskine!

Gerade habe ich die ersten beiden Seiten beschrieben. Es geht nur so dahin. Ich schreibe für dich; jeden Tag. Meine Gedanken, meine Emotionen, mein Leben. Wenn es soweit ist, ist es wieder deins. Ich freue mich darauf.

München ist geil. München ist meine Stadt. Als ich heute in Bregenz ausstieg, mir die langen Gesichter der Voralberger, die auf mein Lächeln mit abgewandten Gesichtern reagierten, wieder reinziehen mussten, war mir, als müsste ich sofort wieder einen Zug zurück zu dir besteigen. Die schönsten sieben Tage meines Lebens liegen hinter mir. Noch vor wenigen Monaten erklärte ich mich selbst als beziehungunfähig, und liebesunfähig. Und jetzt? Alles ist anders. Mein Leben hat Formen angenommen, die mir selbs als unfassbar erscheinen.

Die ganze Welt soll wissen, wie sehr ich dich liebe, denn die Liebe zu dir ist so groß, dass ich sie niemals für mich alleine behalten könnte. Ja, das Leben ist so wunderbar und alle sollen es wissen.

5000 hertz

es muss raus

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