Alt und alleine
Letzte Woche wurde eine Arbeitskolegin pensioniert. An und für sich ja einer jener Anlässe bei denen dann mehr gefeier als gearbeitet wird. Es waren sehr ergreifende Momente, als sie ihr Pensionsgeschenk auspackte und dann die Dämme brachen und sie sich bis zu ihrem Abgang (eine Stunde später) nicht mehr schließen ließen. Ja, sie hörte einfach nicht mehr auf zu weinen, aber nicht vor Glück, sondern weil in diesem Moment der Tag X eingetreten war.
Der letzte Abschnitt ihres Lebens war angebrochen und es gab niemanden, mit dem sie diese Zeit nun teilen konnte. Keinen Partner, keine Familie. Nur halbseitig gelähmte Freunde.
Als ich über diesen, ihren, Zustand nachdachte wurde mir ganz anders und in meinem Nacken standen die Haar zu Berge: Mir könnte rein theoretisch das selbe passieren. Die Unfähigkeit eine Familie zu gründen, sei es in diesem, meinem, Fall die Unfruchtbarkeit, äh nein, die Unfähigkeit Kinder zu zeugen bringt es eher auf den Punkt, könnte eines Tages dafür verantwortlich sein, dass ich einsam und alleine sterbe und erst Wochen, wenn nicht Monate nach meinem Tod in meiner verwarlosten Wohnung aufgefunden werde. Wahrscheinlich, weil die Nachbarn sich über den Gestank wundern oder weil der Briefkasten überquillt. Wer weiß...
Und doch sind diese Gedanken vollkommen überflüssig, weil es da jemanden gibt, der mich sehr liebt und den ich sehr liebe und ich nun auf einmal fähig bin es einfach zuzulassen. Die Gefahr, dass ich also alleine sterbe ist also viel geringer als noch vor einem halben Jahr, egal was kommt.
Trotzdem: Ihr Anblick wirkte auf mich völlig verstörend. Ein Mensch lebt für seine Arbeit, ist Abenteuer- und Reiselustig und ist aber völlig auf sich alleine gestellt. Hat keinen Rückhalt, keine Familie. Keinen Menschen, der einfach nur mal da ist, weil er gebraucht wird. Es war ein Gräuel. Niemals mehr möchte ich so leben müssen, vor allem in diesem Alter. Wenn schon keine Famile, dann doch eine Partnerschaft, die es in sich hat.
Seltsam, wie schnell man sich an so manche Sachen gewöhnt und nie mehr missen möchte.
Der letzte Abschnitt ihres Lebens war angebrochen und es gab niemanden, mit dem sie diese Zeit nun teilen konnte. Keinen Partner, keine Familie. Nur halbseitig gelähmte Freunde.
Als ich über diesen, ihren, Zustand nachdachte wurde mir ganz anders und in meinem Nacken standen die Haar zu Berge: Mir könnte rein theoretisch das selbe passieren. Die Unfähigkeit eine Familie zu gründen, sei es in diesem, meinem, Fall die Unfruchtbarkeit, äh nein, die Unfähigkeit Kinder zu zeugen bringt es eher auf den Punkt, könnte eines Tages dafür verantwortlich sein, dass ich einsam und alleine sterbe und erst Wochen, wenn nicht Monate nach meinem Tod in meiner verwarlosten Wohnung aufgefunden werde. Wahrscheinlich, weil die Nachbarn sich über den Gestank wundern oder weil der Briefkasten überquillt. Wer weiß...
Und doch sind diese Gedanken vollkommen überflüssig, weil es da jemanden gibt, der mich sehr liebt und den ich sehr liebe und ich nun auf einmal fähig bin es einfach zuzulassen. Die Gefahr, dass ich also alleine sterbe ist also viel geringer als noch vor einem halben Jahr, egal was kommt.
Trotzdem: Ihr Anblick wirkte auf mich völlig verstörend. Ein Mensch lebt für seine Arbeit, ist Abenteuer- und Reiselustig und ist aber völlig auf sich alleine gestellt. Hat keinen Rückhalt, keine Familie. Keinen Menschen, der einfach nur mal da ist, weil er gebraucht wird. Es war ein Gräuel. Niemals mehr möchte ich so leben müssen, vor allem in diesem Alter. Wenn schon keine Famile, dann doch eine Partnerschaft, die es in sich hat.
Seltsam, wie schnell man sich an so manche Sachen gewöhnt und nie mehr missen möchte.
sokipan - 2. Feb, 23:04
